Gestaltung von Folien und Präsentationen

 

Viele Regeln, die für die Gestaltung von Seiten gültig sind,
können auch auf Dias und Folien übertragen werden.

 

 

 

 

Gestaltung

Folien oder Dias sollen auf ein bestimmtes Thema ausgerichtet sein. Knappe und einfache Bildelemente dienen der Verstärkung, nicht als Ersatz für  eigene Worte.
Die Aussage jedes einzelnen Dias soll auf eine einzige Idee begrenzt werden.
Bildelemente dienen nur als Rahmen.
Text sollte auf wenige Aktionsverben beschränkt bleiben, Adjektive und  Adverbien lässt man besser weg.

 

Dias sollen den Redner unterstützen, nicht ersetzen.



Jede Hauptidee braucht ein neues Dia.

Konsistenz

In einer guten Präsentation ziehen sich dieselben Spezifikationen konsequent hindurch. Dazu zählen:
Schrift, Schriftgröße, Auszeichnung, Platzierung und Farbe für den Haupttitel, Untertitel und Text
Formatierung des Textes (Ränder, Zeilendurchschuss)
Hintergrundfarben
Stärke von Linien, Platzierung und Farbe
Wiederholte Elemente wie Logos, Titel, Datum
Grafische Akzente (Schatten, Sterne, Symbole)

 

Inkonsequente Spezifikationen in Präsentationen verwirren.
Elemente wie Farbe, Randeffekte, Schrift und Signete werden immer gleichbehandelt.

Typografischer Tipp:
Teilen Sie die Breite in neun Teile und richten Sie Elemente immer am linken Rand eines dieser Teile aus.

Schriftwahl

Für Dias und Folien eignen sich serifenlose Schriften. Sie sorgen in der Distanz sie für bessere Lesbarkeit.
Wirkungsvolle Effekte erzielt man im Wechsel von Schriftgröße, Farbe und Platzierung, nicht aber im Wechsel der Schriftart.

 

Serifenlose Schriftarten in Präsentationen

Kontrast

Zur Vermeidung von Monotonie eignen sich visuelle Kontraste einzelner Elemente:
Der Titel sollte deutlich größer sein als der Text,
bei  Diagrammen sollte der Titel deutlich größer sein als die Legenden,
Hintergrundfarben oder Hintergrundbilder sollten für den größten Teil der Präsentation immer gleich oder zumindest ähnlich sein. Lange  Präsentationen lassen sich zusammenfassend in einzelne Kapitel durch gleiche Hintergrundfarbe teilen.

 

Kontraste verstärken die Aufmerksamkeit

Farben führen durch Kapitel

Farben

Helle Hintergrundfarben mit dunklem Text wirken am besten bei Folien. Bei Dias ist es umgekehrt.
Man schafft so viel Kontrast zwischen  Hintergrund und Text wie möglich.
Bei der Wahl der Farbe sollte man bedenken, dass jeder Mensch darauf emotional anders reagiert. Zu beachten ist auch wie die Farbe bei der Großprojektion wirkt. Manche Farben, die auf dem Computerbildschirm leuchtend erscheinen, wirken auf einer großen Fläche blass oder fade.
Auch Schwarz und Weiß sind Farben. Auf bunten Hintergrundfarben bilden sie sehr oft einen guten Kontrast.

 

Die Farbe Rot kann anregend wirken aber auch ein Gefühl von Stress und Aggression hervorrufen.
Blau und grün sind beruhigende Farben, grau wirkt düster und depressiv.

Ausrichtung

Dias sind im Gegensatz zu gedruckten Seiten vertikal ausgerichtet.
Viele Informationen kann man nur durch kleinere Schriftgrößen unterbringen.
Da weniger Linien zur Verfügung stehen, müssen die Worte sorgfältig ausgesucht und auf ihre knappste Form gebracht werden.

 

Eine Folie, die aussieht wie eine gedruckte Seite, ist eine schlechte Folie.

Texte kürzen!

Aufbauelemente

Aufbauelemente erlauben eine schrittweise Einführung neuer Informationen. Nicht nur Listen lassen sich so Zeile für Zeile aufbauen, auch Diagramme und Illustrationen können Stück für Stück zu einem Ganzen zusammengefügt werden.
Präsentationsprogramme bieten eine Fülle von Übergangseffekten. Angemessenheit und Zurückhaltung ist dabei oberstes Gebot.
Bei  Folien behilft man sich häufig durch stückweises Aufdecken. Eleganter ist allerdings ein Foliensatz.

 

Schritt für Schritt mehr Information

Charts und Diagramme

Charts und Diagramme zeigen Informationen auf verschiedene Weise.
Die gewählte Diagrammart muss zur Aussage passen:

 

Wahl des Informationstyps

 

  • Kuchendiagramme zeigen das Verhältnis eines Teils zum Ganzen.
  • Balkendiagramme vergleichen Informationskategorien miteinander.
  • Liniendarstellungen zeigen Trends auf.
  • Flächendiagramme zeigen Trends.
  • Stapelbalken zeigen die Teile, die zum Ganzen aufaddiert werden.
  • Kombinationsgrafiken vergleichen verschiedene Informationen.

 

 

 

Kuchendiagramme mit mehr als sechs Unterteilungen sollten vermieden werden. Zahlreiche kleine Unterteilungen fasst man besser zu einer Kategorie  zusammen.

 

 

 

Diagramme können oft durch Erhöhung des Schriftgrades verbessert werden bei
– der Diagramm-Beschriftung,
– den Anmerkungen,
– der Legende.